In meiner hessischen Taunusheimat gibt es eine Reihe von Felsformationen aus Quarzit die teilweise bis zu 400 Millionen Jahre alt sind.
Einige davon, wie die Eschbacher Klippen bei Usingen, sind seit Urzeiten beliebte Ausflugsziele bei Jung und Alt. Um manche, wie den Brunhildisfelsen auf dem Grossen Feldberg und die sogenannte „Goldgrube“ bei Oberstedten, ranken sich Geschichten und Sagen, die uns von Kindesbeinen an von den Eltern und Großeltern erzählt wurden und mich als kleinen Buben manchmal erschaudern ließen.
Ein Lieblingsplatz meiner Mutter, den wir auf sonntäglichen Waldspaziergängen gerne ansteuerten, ist der Elisabethenstein der ebenfalls zu dieser Taunusquarzit-Formation gehört. Er liegt direkt an der Elisabethenschneise, einer schnurgeraden Verbindung zwischen dem Bad Homburger Schloß, den landgräflichen Parkanlagen und dem unterhalb des Grossen Feldberg liegenden Sandplacken. Angelegt wurde diese in Bad Homburg zunächst als Tannenwald-Allee beginnende 5 Kilometer lange Strecke in den Taunus von Landgraf Friedrich VI. Die im Wald verlaufende „Schneise“ trägt den Namen der Gemahlin Friedrichs, „Elisabeth“ (1770-1840), einer Tochter des britischen Königs George III.
Als man den kerzengeraden Weg in den frühen 1820er Jahren anlegen wollte, sah man sich veranlaßt, Teile des Elisabethenfelsens wegzusprengen. Das Foto, aus dem Jahr 1964/65 wurde wohl von meinem Vater bei einem dieser Sonntagsausflüge zum Elisabethenstein und dem Hirschgarten aufgenommen, die dann meist mit einem Besuch bei meinen mütterlichen Großeltern in Oberstedten, bei Kaffee und Kuchen, ausklangen.



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